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Erklärung der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba
Betreff: Kuba – Resolution des Europäischen Parlaments
Am 7. März brachte sich ein junger Mann nach einem Hungerstreik in deutscher Abschiebehaft um. Ein
tragischer Fall, der aber nie auf der Tagesordnung des Europäischen Parlaments auftreten wird.
In dem nach Vorstellung der Europäischen Union demokratischen Kolumbien wurden nach eigenen Aussagen
der Paramilitärs 30.000 Menschen ermordet. Kolumbianische Richter gehen sogar von mehr als 120.000
Ermordeten aus.
In Kuba hat sich ein wegen schwerer Körperverletzung angeklagter Häftling, der im Gefängnis saß, weil
er sein Opfer mit einer Machete erheblich am Kopf verletzt hatte, durch einen Hungerstreik selbst das
Leben genommen. Sicherlich ein tragischer Fall, den alle ärztliche Kunst leider nicht mehr verhindern
konnte.
Aber weder ein toter Abschiebehäftling in Deutschland noch 30.000 demokratisch ermordete Kolumbianer
beschäftigen das Europäische Parlament.
Es geht dem Europäischen Parlament natürlich auch nicht um den Tod dieses Häftlings. Es geht dem
Europäischen Parlament einzig und allein darum, Kuba zu verurteilen. Nach einer unglaublichen
Medienhetze, durch die weltweit der Eindruck vermittelt wurde, das schrecklichste Ereignis dieses
Jahres sei der Selbstmord eines cubanischen Häftlings, war der Weg bereitet für eine erneute
Verurteilung Kubas.
Die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba steht dieser Resolution fassungslos gegenüber und zieht die
Seriosität des Europäischen Parlaments zunehmend in Zweifel.
10.03.2010, Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V.
Renate Fausten
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